JUGENDFEUERWEHR
OFFENBACH 

20 Jahre JF Offenbach im Überblick

Am 24. September 1983 wird die Gründung einer gemeinsamen Jugendfeuerwehr Offenbach aus den Stadtteilen Bieber, Rumpenheim und Waldheim beschlossen. Mitmachen können alle Jugendlichen, Jungen wie auch Mädchen, im Alter zwischen 10 und 17 Jahren, die an einer jugendgerechten feuerwehrtechnischen Ausbildung sowie an Sport, Spiel und Spaß Freude haben.

Bekanntmachungen und Werbeaktionen werden gestartet und am 10. November ist es dann soweit. Um 1930 Uhr findet bei der Berufsfeuerwehr das erste Treffen statt, bei dem 36 Jugendliche ihr Interesse an der Jugendfeuerwehr zeigen. Gemeinsam wird der Dienstagabend von 1800 bis 2000 Uhr als Ausbildungsabend festgelegt. Nur in den Ferien sollen keine Treffen stattfinden.

Im Jahr 1984 bekommt die Jugendfeuerwehr eine eigene Unterkunft Im Gartenfeld 3 im Stadtteil Waldheim, denn die Feuerwehr Waldheim bezieht ihr neues Domizil und das alte Feuerwehrhaus steht leer. Neben einer Fahrzeughalle und einer Werkstatt stehen den Jungen und Mädchen nun auch eigene Sozialräume zur Verfügung. Schon in diesem Jahr wird der erste Jugendliche in die Einsatzabteilung einer der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Offenbach übernommen.

Da das Jugendfeuerwehrhaus renovierungsbedürftig ist wird das darauf folgende Jahr genutzt, um es zu verschönern und der Jugendfeuerwehr mit ihren Bedürfnissen anzupassen. Die Teilnahme an der Leistungsspange steht für die Jugendfeuerwehrmitglieder in diesem Jahr zum ersten Mal ins Haus. Sie ist die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr Offenbach, bei der Teamgeist, feuerwehrtechnisches Können und sportliches Geschick bewiesen werden müssen. Unter dem Motto „Einer für alle und alle für einen“ ist die Teilnahme erfolgreich.

Eines der Highlights im Jahr 1986 ist die Reise einer Gruppe Jugendlichen zu einem Workcamp nach Vendée in Frankreich, bei dem ein altes Feuerwehrauto restauriert wird.

1987 besichtigt die Jugendfeuerwehr den Offenbacher Wasserturm und im Jahr 1989 findet der Kreisjugendfeuerwehrtag auf dem Offenbacher Tambourgelände statt. Tatkräftige Unterstützung zur Ausrichtung bekommen die Jugendlichen von den drei Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Offenbach, der Berufsfeuerwehr sowie den Jugendfeuerwehren des Bezirks 3. Das Zeltlager wird ein voller Erfolg, zumal auch das Schwimmbad genutzt werden kann. Kurz darauf erhält die Jugendfeuerwehr einen ausrangierten Ford Transit als Mannschaftsfahrzeug und 1990 steht eine Besichtigung der Werkfeuerwehr Hoechst auf dem Programm. Außerdem können die Jugendlichen im Rahmen der allgemeinen Jugendarbeit ihren Rettungsschwimmer absolvieren.

Die Wochenendfreizeit im Jahr 1991 wird in Saalfeld in Österreich verbracht, wobei der Aufstieg auf den Großglockner und die Besichtigung der Berufsfeuerwehr in München nicht fehlen dürfen. Und weil es so schön war, geht es im Jahr darauf wieder nach München. Diesmal werden die Bavaria Filmstudios und das Deutsche Museum besucht.

Zum zehnjährigen Bestehen, das die Jugendfeuerwehr 1993 feiert, finden die Jugendfeuerwehrwettkämpfe auf der Rosenhöhe in Offenbach statt.

Nach 10 Jahren, in denen die Jugendfeuerwehr nun ihr eigenes Haus hat, wird die erste Renovierung fällig. Das geschieht im Jahr 1994. Doch darf die Arbeit nicht überwiegen und der Spaß nicht zu kurz kommen! Deshalb verbringen die Jugendlichen ihre Wochenendfreizeit in diesem Jahr in Rückersbach im Odenwald. Neben einer Stadtrallye und einem Spieleabend steht auch eine Nachtwanderung auf ihrem Programm.

1995 besteht für die Jugendlichen wieder die Möglichkeit an einem Lehrgang zum Rettungsschwimmer teilzunehmen und im gleichen Jahr verschlägt es die Jugendlichen nach Butzbach, wo die Wochenendfreizeit stattfindet. Mit Schwimmbadbesuch und Schneeballschlacht ist auch dieses Wochenende recht kurzweilig. Zum 75jährigen Bestehen der Berufsfeuerwehr im Jahr 1996 ist die Jugendfeuerwehr mit einer Schauübung mit von der Partie und der Tag der offenen Tür auf der Air-Base des Frankfurter Flughafens ist diesjähriges Ausflugsziel.

In den darauf folgenden Jahren, 1997 und 1998, führen die Fahrten in den Schwarzwald und die Lüneburger Heide. Die Besuche im Heidepark und die Hamburger Hafenrundfahrt sind eine tolle Abwechslung.

Schon 1999 beginnen die Vorbereitungen für das Megazeltlager in Mühlheim im Kreis Offenbach, an dem die Jugendfeuerwehr der Stadt Offenbach im Jahr 2000 teilnimmt. Zusammen mit den Jugendfeuerwehren aus dem Kreis versucht sie den einmaligen Rekordversuch auszurichten, die längste Wasserwand der Welt an der Mühlheimer Schleuse aufzubauen. Zum Programm des Zeltlagers gehören unter anderem Workshops, Disko, Lagerfeuer, Livebands, Karaokeshow, ein Bunter Abend sowie der Rekordversuch.

Dieser wurde mit 700 Stahlrohren, 80 Pumpen und einer Wasserwand auf einer Länge von 360 Metern erfolgreich bestanden und verschaffte den teilnehmenden Jugendlichen etliche exklusive Live-Reportagen in verschiedenen Hörfunk- und Fernsehsendern.

Beim 125jährigen Jubiläum im Jahr 2001 der Freiwilligen Feuerwehr Bieber gibt es wieder eine Schauübung der Jugendlichen. Durch eine Freundschaft zweier Mitglieder wird ein sommerliches Beach-Volleyballturnier der Jugendfeuerwehr Offenbach und der Jugendfeuerwehr Modautal-Asbach veranstaltet. Die Herbstfreizeit geht ins Ruhrgebiet. Das Highlight dort ist der Besuch des Warner Bros. Movie Parks.

Im März 2002 wird in Wald-Michelbach das erste Ostkreisseminar durchgeführt. Dort sollen sich die Jugendwarte, Jugendgruppenleiter und Jugendliche ab 16 Jahren besser kennen lernen und die Zusammenarbeit verbessert werden.

Auch wird in dem Jahr die Stadt Würzburg sowie deren Berufsfeuerwehr gestürmt. In Langenselbold findet im Sommer das erste Zeltlager gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Modautal-Asbach statt.

Heute besteht die Jugendfeuerwehr aus 16 Jungen und 6 Mädchen. Es werden immer wieder Jugendfeuerwehrmitglieder in die Einsatzabteilungen der drei Freiwilligen Feuerwehren Offenbachs übernommen. Zwei ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr verrichten heute ihren Dienst bei der Berufsfeuerwehr Offenbach.

Nach wie vor treffen sich die Jugendlichen jeden Dienstag um 18.00 Uhr im Jugendfeuerwehrhaus. Die Zeit verbringen sie mit feuerwehrtechnischer Ausbildung und praktischen Übungen. Es werden Spiel- und Bastelabende veranstaltet, Radtouren und Besichtigungen gemacht. Auch wird an Volleyball-, Tischtennis- oder Fußballturnieren teilgenommen. Zu den Freizeitaktivitäten gehören neben Zeltlagern auch die Teilnahme an Wettbewerben sowie Bootsfahrten, Schlittschuhlaufen und Seifenkistenrennen. Jeder Gruppenleiter aus den Freiwilligen Feuerwehren verbringt im Jahr rund 180 Stunden gemeinsam mit den Jugendlichen.

(Auszug aus der Festschrift „20 Jahre Jugendfeuerwehr Offenbach“ von 2003)